Frequently Asked Questions

Was ist eine DBAN?

Die DBAN ist ein einprägsames Kürzel für die Übermittlung von Kontoinformationen und Zahlungsinformationen. Die Bezeichnung DBAN in Anlehnung an die IBAN ist die Abkürzung für Dynamic Bank Account Number. Dynamic deshalb, da man jederzeit die Kontoinformationen dynamisch und ohne Aufwand für den Zahler ändern kann. Der Aufbau von DBANs ist an den Aufbau von Mail-Adressen angelehnt und basiert auf einer (eigenen) Internet-Domain. Beispiele sind: invoice#xycompany.de, max.mueller#mydban.de oder rechnung10001#xycompany.de

Welche Arten von DBANs gibt es?

Man kann DBANs in einfache und forderungsbezogene DBANs unterteilen.

Einfache DBANs (z.B. invoice#xycompany.de) enthalten Informationen über den Kontoinhaber, IBAN und BIC. Dabei bestimmt der Kontoinhaber zu jeder Zeit, welches Konto hinter einer DBAN steht.

Forderungsbezogene DBANs (z.B. rg10001#xycompany.de) enthalten zusätzlich Informationen über den Zahlbetrag und den Verwendungszweck.

Wie wird eine DBAN in eine Kontoverbindung umgewandelt?

Die mit einer DBAN verknüpften Kontodaten sind in dem zuständigen DBAN Server hinterlegt. Um die in der DBAN enthaltenen Konto- bzw. Zahlungsinformationen zu erhalten, wird durch die Banking-Anwendung eine DBAN-Anfrage an den Server gestellt. Dieser liefert dann das Ergebnis an die Anwendung zurück und die Daten können für die Überweisung genutzt werden.

Wie kann ich als Zahler die DBAN verwenden?

Die Verwendung von DBANs ist nicht auf ein geschlossenes Zahlungs-Ökosystem beschränkt und kann daher in jedem System, das Überweisungen unterstützt, verwendet werden.

Neben der stetig wachsenden Unterstützung von DBANs in verschiedenen Online-Portalen, Banking-Produkten, Mobile Apps sowie ERP-Systemen, können derzeit DBANs insbesondere auch mit den folgenden Banking-Anwendungen verwendet werden:

  • DBAN Pay FormOnline-Überweisung mit DBANs mittels HBCI und SOFORT-Überweisung
  • DBAN Pay AppLokale Anwendung zur Überweisung mit DBANs mittels HBCI
  • WindataMultibankfähige Electronic Banking Software zur sicheren Abwicklung des Zahlungsverkehrs mittels HBCI, EBICS, etc.

Muss eine Bank DBANs unterstützen, damit diese verwendet werden können?

Nein. DBANs können bereits heute banken-unabhängig und –übergreifend eingesetzt werden, da die Ermittlung der Daten einer DBAN bereits vor der Zahlungsübermittlung an die Bank stattfindet.

Wie kann ich eigene DBANs bereitstellen?

Zur Erzeugung und Bereitstellung von DBANs wird ein sogenannter DBAN Server benötigt. Dieser kann entweder durch den Eigentümer selbst oder durch einen Dienstleister verwaltet werden.

Das Online-Portal myDBAN.de stellt eine DBAN-Verwaltung zur Verfügung. Die Registrierung ist kostenlos und beinhaltet 3 frei verwendbare DBANs. Jetzt anmelden!

Kann ich DBANs mit meiner Unternehmensdomain auch über das myDBAN.de Portal verwalten und bereitstellen?

Ja. Dazu muss zunächst ein kostenloser Benutzer angelegt und dann eine Subskription mit der eigenen Domain hinzugefügt werden. Diese Subskription kann man dann auch für andere Benutzer zur Verwaltung freigeben.

Gibt es einen zentralen Betreiber des DBAN Dienstes?

Nein. Der DBAN Dienst ist mit dem E-Mail Dienst zu vergleichen, bei dem der Anwender entscheiden kann wie und wo seine E-Mails gehostet werden.

Aufgrund der Internet-Domain der DBAN wird der zuständige DBAN Server ermittelt und dieser für die Umwandlung in die Zahlungsinformationen genutzt. Dadurch kann der DBAN Dienst durch Portale wie z.B. das myDBAN.de Portal bereitgestellt werden oder direkt bei Unternehmenskunden in dessen Infrastruktur betrieben werden.

Warum spricht man in Verbindung mit der DBAN auch von einem DNS bzw. Verzeichnisdienst für Kontoinformationen?

In den Anfängen des Internet wurden Seiten durch die Eingabe von IP-Adressen aufgerufen. Heute erfolgt dies durch die Nutzung von Internet-Domain-Namen – hier wird jedem Namen mittels des Verzeichnisdienstes DNS (Domain Name System) eine technische IP-Adresse zugeordnet. Auch der DBAN Service kann als eine Art Verzeichnisdienst bezeichnet werden, da hinter jeder DBAN die entsprechenden Kontoinformationen hinterlegt sind.

Ist die Kommunikation zur Abfrage von DBANs gesichert?

Ja. Für die Durchführung von DBAN-Abfragen wird das verschlüsselte SSL/TLS Protokoll über den Standardport 443 eingesetzt.

Wozu dient der Sicherheitscode?

Zu jeder DBAN kann ein eindeutiger Sicherheitscode aus der DBAN selbst errechnet werden, der beispielweise auf einer Rechnung mit angegeben werden kann. Dieser Sicherheitscode kann nach Eingabe in einer Banking-Anwendung abgeglichen werden, um mögliche Tippfehler zu vermeiden.

Kann ich einen DBAN Server direkt an mein ERP-System anschließen?

Ja. Die Anbindung des DBAN Servers an ERP-Systeme zur Bereitstellung von forderungsbezogenen DBANs erfolgt entweder über ein Connector-PlugIn zur direkten Verbindung mit dem ERP-System oder über den Import von offenen Forderungen mittels einer CSV- oder XML-Datei.

Ein Connector für SAP befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Was sind die wesentlichen Vorteile von DBANs für den Zahler?

Der Zahler kann wesentlich einfacher Überweisungen erfassen und hat auch im Falle einer Kontoänderung des Empfängers keinen Aufwand hiermit. Darüber hinaus sind DBANs einfacher zu merken und zu erfassen als alle für eine Überweisung notwendigen Einzelinformationen. Im Falle von Lastschrifteinzügen kann der Zahler seine eigene Kontoverbindung ohne jeden weiteren Aufwand ändern.

Was sind die wesentlichen Vorteile von DBANs für den Zahlungsempfänger?

Als Zahlungsempfänger profitiert man von der einfachen Zuordnung einer Zahlung zu einer offenen Forderung, da der Verwendungszweck für die Zahlung bereits vorgegeben werden kann und nicht zu einem Schreibfehler auf Zahlerseite führen kann. Darüber hinaus ist die Zuordnung eines Eingangskontos für eine Zahlung jederzeit durch den Zahlungsempfänger dynamisch steuerbar und macht einen Kontowechsel ohne Aufwand möglich.

Was sind die wesentlichen Vorteile von DBANs für Banken?

Der Vorteil für Banken stellt sich insbesondere in der Stärkung deren Transaktionsvolumina dar und schafft eine komfortable Lösung zur Zahlung über die bereits bekannte Überweisung ohne Eingriff in die Kernsysteme der Banken. Darüber hinaus kann ein Thema wie die auf europäischer Ebene diskutierte „portable Kontonummer“ auf einfachste Weise umgesetzt werden.